Hintergrund
Seit dem Aufkommen von Fernsteueranlagen und der verbreiteten Nutzung für Modellflugzeuge hat sich die Technik zur Übertragung der Signale nur sehr bedingt geändert. Herkömmliche Fernlenkanlagen benutzen ein HF-Modul im 35 MHz Band, das einen bestimmten Kanal durch Verwendung eines einzelnen Quarzes, oder eines digitalen Synthesizers belegt. In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist der Bereich zwischen 34,950 MHz und 35,300 MHz für die Steuerung von Flugmodellen reserviert, um eine Doppelbelegung mit anderen Sendern weitesgehend zu vermeiden. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sich Modellflieger untereinander durch die Verwendung des gleichen Kanals stören. Genau hierfür wurde eine neue Technologie gesucht, die während des Betriebs eine solche Doppelbelegung entweder durch "umspringen" auf einen anderen Kanal, oder durch "codierung" des Sendesignals relativiert.
Vorteile
Die Vorteile der 2,4 GHz Technologie sind sehr umfangreich. Die gleiche Technik wird übrigens bei der Nutzung von Mobiltelefonen, im Computerberein bei WLAN oder bei der Steuerung von Industriemaschinen verwendet. Die Vorteile im einzelnen sind:
- Größerer nutzbarer Frequenzbereich (mehr Kanäle)
- Wegfall von Einzelquarzen zur Kanalbestimmung
- Keine Senderüberwachung (Frequenztafeln, -klammern, -wimpel) notwendig
- Mehrere Piloten können gleichzeitig fliegen
- Größe der Bauteile
Nachteile
Einige Vorteile können aber auch Probleme bereiten. So kann die Übertragung der Signale auf Grund der recht kurzen Antennen relativ leicht gestört werden. Die Ausbreitung der Signale ist vergleichbar mit dem Licht einer Glühbirne. Stört ein Hindernis die Ausbreitung des Lichts, so ist der Schatten-Bereich ohne Empfang. Jedoch gibt es auch hierfür komplizierte Verfahren zur Reduzierung von Ausfällen.